Evangelische Kirchengemeinde A.B. Gitschtal - Weißensee

„Konfirmation"

Das Wort „Konfirmation" kommt aus dem Lateinischen.
Dort bedeutet „confirmatio" soviel wie „Befestigung" oder „Bestärkung".
Gemeint ist bei der Konfirmation die Bestärkung im Glauben an Jesus Christus.
Die Konfirmation gibt schon fast so lange wie die evangelischen Christen selbst, nämlich seit dem 16. Jahrhundert, also seit der sogenannten „Reformationszeit".
„Erfinder" der Konfirmation war der Theologe Martin Bucer.
Er lebte im 16. Jahrhundert
Konfirmation hat nach Martin Bucer folgenden Sinn: In der Konfirmation werden die Jugendlichen, „nachdem sie im christlichen Glauben so weit gelehret [sind], auf ihr selbst [= eigenes] Bekenntnis   und    Ergeben   an Christum hin zu der christlichen Gemeinde bestätigt." Im   Klartext:  Die   Konfirmation ist gedacht als Bestätigung des Taufbundes für alle, die bereits als Kinder getauft wurden und die jetzt als Christen in ihrer Gemeinde leben wollen. Wer sich konfirmieren lässt, sagt damit also:„Ich will zu Jesus gehören!
In der Taufe sagte Jesus ,Ja!' zu mir. In der Konfirmation sage ich "Ja" zu ihm"


Das Abendmahl - Verständnis

In der Geschichte der Kirche hat man sich überlegt, wie die Abendmahlsworte Jesu richtig zu verstehen sind. Vor allem die Gleichsetzung des Brotes und des Weines mit dem Leib und dem Blut Christi hat vielen Kopfzerbrechen bereitet.
Wie war dies zu verstehen: das ist mein Leib, das ist mein Blut?
Vor allem das Wörtchen »ist« hat es in sich! Man ist in den verschiedenen Kirchen zu (mindestens) drei sich unterscheidenden Auffassungen gelangt, die hier vorgestellt sind. Die unterschiedlichen Auffassungen hatten sogar zur Folge, dass die Kirchen sich seit Jahrhunderten gegenseitig bekämpfen und nicht miteinander Abendmahl feiern.
Heute versucht man wieder – über die Unterschiede hinweg – aufeinander zuzugehen und vielleicht auch einmal gemeinsam das Abendmahl zu feiern.
Die Auffassung der römisch-katholischen Kirche
Die katholische Kirche unterscheidet zwischen dem eigentlichen Wesen (»Substanz«) eines Gegenstandes und seiner äußeren Erscheinungsform Wir können uns das an einem Beispiel klar machen: Menschen sind sehr verschieden: Sie sind groß und klein, dick und dünn, Mann oder Frau, Schwarze oder Weiße – was sie alle verbindet, ist, dass sie Menschen sind: Ihrer äußeren Erscheinungsform nach sind sie also verschieden, ihrem Wesen nach alle gleich. Mit Hilfe dieser Unterscheidung versucht man zu erklären, warum das Brot der Leib Christi und der Wein das Blut Christi sei: Der äußeren Erscheinungsform nach bleiben Brot und Wein bestehen, ihrem inneren Wesen nach aber werden sie durch das Abendmahlsgeschehen in den Leib und das Blut Christi verwandelt. Diesen Vorgang nennt man Wesensverwandlung. Das »ist« in »Das ist mein Leib/Blut« bedeutet hier also: Das ist zwar Brot/Wein der äußeren Erscheinungsform nach, dem Wesen nach ist es aber der Leib und das Blut Christi. Jesus Christus ist also im Abendmahl leiblich gegenwärtig.
Die Auffassung der lutherischen Kirchen
Martin Luther hat an der Formulierung »Das ist mein Leib/Blut« und damit an der leiblichen Gegenwart Christi im Abendmahl festgehalten. Anders als die katholische Kirche erklärte er dieses Geschehen nicht mit der Lehre von der Wesensverwandlung. Dass in Brot und Wein der Leib und das Blut Christi gegenwärtig ist, war für Luther ein nicht aufzulösendes Geheimnis (Sakrament).
Dass das Geheimnis Wirklichkeit ist, gründet sich für Luther nur im Glauben, im Vertrauen auf das Wort Gottes. Auf unvorstellbare Weise (Geheimnis!) werden nur für den Glaubenden aus Brot und Wein im Essen und Trinken Leib und Blut Christi.
Das bedeutet, wenn wir das Abendmahl empfangen, empfangen wir Jesus.


Glaubensbekenntnis
Wer gelegentlich in die Kirche geht, wird es während des Gottesdienstes meistens hören und mitsprechen: das Apostolische Glaubensbekenntnis.

»Bekennen« bedeutet, für seine Überzeugungen einzustehen. Deshalb wird ein Glaubensbekenntnis laut und öffentlich gesprochen und öffentlich bejaht. Ob man es nun nach­spricht oder unterschreibt: Die Umwelt soll wissen, was man glaubt.
Ein Glaubensbekenntnis fasst die wichtigsten Überzeugungen einer Glaubensgemein­schaft zusammen. Das können zu verschiedenen Zeiten auch unterschiedliche Dinge sein. Meist werden solche Themen in ein Bekenntnis aufgenommen, die gerade besonders umkämpft sind.
Ein Bekenntnis kann auch eine Abgrenzung gegenüber einer anderen Religion oder auch nur Konfession (einer Glaubensrichtung innerhalb der eigenen Religion) sein.
Außerdem stiftet ein Bekenntnis Gemeinschaft. Menschen gleichen Bekenntnisses wissen, dass sie in den Grundfragen des Glaubens übereinstimmen. Ein Glaubensbekenntnis hilft also dazu, eine Gemeinschaft Gleichdenkender (oder -glaubender) zu schaffen, in der Menschen sich sicher aufgehoben fühlen.
Gut genug  für alle: Das Apostolische Glaubensbekenntnis
Das wohl bekannteste Glaubensbekenntnis ist das Apostolische Glaubensbekenntnis. Das Apostolische Glaubensbekenntnis drückt keine konfessionellen Eigenheiten aus, son­dern nur grundsätzliche, aus der Bibel erschlossene Wahrheiten über Gott den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.


Sakrament
In dem lateinischen Wort Sacramentum steckt "sacrare" (weihen, heiligen).
Sakramente sind keine magischen Handlungen, mit denen man sich der Gunst Gottes versichern könnte. Glauben und Vertrauen als Lebenshaltung können nicht durch Magie und Zauberei ersetzt werden.
Die evangelische Kirche spricht nur bei Taufe und Abendmahl von einem Sakrament. Die anderen christlichen Kirchen kennen sieben Sakramente. Ihr Zweck besteht darin, in besonderer Weise die Gemeinschaft der Glaubenden mit Gott zu betonen. So ist die Taufe der Akt der Aufnahme in die Gemeinde Jesu Christi, das Abendmahl die Feier, für Jesu Tod und Auferweckung zu danken, es als Gemeinschafts- und Versöhnungsmahl in der Beziehung zu Gott und zu den Mitmenschen zu verstehen.
Sakramente sind also nichts anderes als Riten, zeichenhafte Handlungen mit deutenden Worten, durch die die Glaubenden ihre Zugehörigkeit zu Jesus Christus verbindlich zum Ausdruck bringen.

 

Bibel

Der Name „Bibel" kommt vom griechischen „biblos" und bedeutet „Buch". Die Bibel ist in ihrer schriftlichen Formin einem Zeitraum von über tausend Jahren entstanden. Die ältesten Stücke sind etwa um 1000 vor Christus [v. Chr.] aufgeschrieben worden, während die jüngsten zwischen 100 bis 130 nach Christus [n. Chr.} verfaßt wurden.

Die mündlichen Stücke sind sogar 2000 Jahre v. Chr. Entstanden.

Da die Menschen damals gewöhnlich nicht lesen und schreiben konnten, hatten sie - anders als wir - ausgeprägtere Fähigkeiten zuzuhören, im Gedächtnis zu behalten und wortwörtlich weiterzuerzählen. So wurden die Geschichten von Abraham über Jahrhunderte (fast) unverändert mündlich weitergegeben und in dieser Form ab 1000 v. Chr. aufgeschrieben. Daneben wurde aber weiterhin mündlich von Abraham erzählt, weil eben nur wenige lesen und schreiben konnten.

Ein neutestamentliches Beispiel: Bei der Abfassung der Evangelien, die von Jesus berichten, ist es nicht anders zugegangen als beim Alten Testament: Jesus wirkte etwa von 28/30 bis 30/32 n. Chr. Er unterwies seine Jünger mündlich. Nach seiner Kreuzigung und Auferstehung zogen die Jünger los und predigten über seine Worte und Taten, über seine Kreuzigung und Auferweckung durch Gott. Das geschah mündlich. Erst zu einem späteren Zeitpunkt sammelte man z.B. wichtige Worte Jesu und schrieb sie in einer (später so genannten) „Redenquelle" auf.

Zwischen 64 und 70 n. Chr. hielt Markus viele Geschichten mit Worten und Taten Jesu in seinem Evangelienbuch schriftlich fest, damit sie nicht verlorengingen. Zwischen Kreuzigung und Auferweckung Jesu und dem Markusevangelium liegt also ein Zeitraum von etwa 35-40 Jahren, in dem vor allem mündlich berichtet und gepredigt wurde. Nach Markus haben dann Matthäus, Lukas und Johannes in ihren Evangelien aufbewahrt, was ihnen an mündlichen und schriftlichen Berichten über Jesus vorlag. Der Apostel Paulus schrieb seine Briefe übrigens vor der Verfassung der Evangelien!

Die Bibel besteht aus zwei großen Teilen: dem Alten [AT] und dem Neuen Testament [NT]. Das AT ist ungefähr dreimal so umfangreich wie das NT:

In den über tausend Jahren schriftlicher Abfassungszeit der Bibel ist eine ganze Bibliothek entstanden. Das AT umfaßt 39 Bücher (vom 1. Buch Mose bis zum Propheten Maleachi). Das NT umfaßt 27 Bücher (vom Matthäusevangelium bis zur Offenbarung des Johannes).

Das alte Volk Israel sprach und schrieb Hebräisch. Entsprechend ist das Alte Testament auf Hebräisch geschrieben. In der jungen Kirche war Griechisch die Sprache, die die damalige Welt verband. Darum wurde das Neue Testament auf Griechisch geschrieben.

 

Herzliche Einladung zur letzten Morgenandacht am Weißensee, die unter dem Motto  „Zum Aufgang der Sonne“ gehalten wird. Treffpunkt beim Parkplatz in Praditz neben der Tankstelle.

08. September, Dienstag, 06.00 Uhr

Liebe Kirchengemeindemitglieder und Freunde,

nach der langen Zeit, in der wir keine Gottesdienste feiern durften, können wir wieder mit dem gemeinsamen Feiern beginnen.

Am 31. Mai, zu Pfingsten, werden in beiden Kirchengemeinden Gottesdienste nur auf dem Friedhof stattfinden.

Weißbriach: 09.00 Uhr

Weißensee: 10.30 Uhr

 

Die Gottesdienste im Kirchenraum werden in der ersten Phase, bis zum 15. Juni 2020, in einem eingeschränktem Umfang stattfinden.

Die bekannten Hygienemaßnahmen, die Abstandsregelung und das Tragen von Mund-Nasen-Schutz sind während des ganzen Gottesdienstes verpflichtend (Ausnahme: Kinder unter 6 Jahren). Liturgisch (gottesdienstlich) handelnde Personen – ohne Maske.

Der Mund-Nasen-Schutz ist von den Gottesdienstfeiernden mitzubringen.

Selbstverständlich werden wir für die, die keine Maske mitgebracht haben, eine Maske bereit stellen.

Die Kindergottesdienste in beiden Kirchengemeinden wurden bis September ausgesetzt.

Die Jubelkonfirmation, die für den 26. April 2020 geplant war, fällt aus!!!

Liebe Gemeinde, mittwochs, um 8.00 Uhr werden evangelische Gottesdienste aus ORF III live übertragen. Hier "finden" Sie den Gottesdienst vom 25.03.2020.

Am kommenden Sonntag, den 29.03.2020 um 10.00 Uhr wird auf ORF III ein Gottesdienst mit dem evangelisch-lutherischen Bischof Michael Chalupka und der evangelisch-methodistischen Pfarrerin Esther Handschin live ausgestrahlt.

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